Dr. Vandana Shiva

Dr. Vandana Shiva wurde 1952 in Dehradun in Indien geboren. Sie ist Wissenschaftlerin und Sozial-Aktivistin, die für ihr Engagement in den Bereichen Umweltschutz, Frauenrechte und Nachhaltigkeit mehrfach ausgezeichnet wurde...

Für ihre Arbeit um die Beachtung und Integration von ökofeministischen Themen in der modernen Entwicklungspolitik wurde ihr 1993 der Right-Livelihood-Award verliehen, der als der alternative Nobelpreis gilt.

„Ich nenne ihn 'meinen Freund, der ein bäuerlicher Prinz ist', weil ich glaube, dass er auf dem Land am meisten aufblüht. Sein Herz und seine Seele sind eins mit der Erde.“

„Und unter seinen Fingernägeln ist immer ein bisschen Schmutz wenn er zurückkommt. Er ist kein manikürter Prinz. Er ist ein 'schmutziger Prinz' in dem Sinne, dass Schmutz und Erde ein Teil seines physischen und seelischen Daseins sind. Ich glaube das wurde sehr, sehr sorgfältig lanciert, dass Prinz Charles als eine Art Verrückter dargestellt wurde. Nur weil seine Ideen so vernünftig in einer wahnsinnigen Welt sind.“

www.navdanya.org

 

Dr. Vandana Shiva - Hintergrund

Die charismatische Inderin Vandana Shiva wurde am 5. November 1952 in Dehradun am Fuße des Himalaya geboren. Sie schließt das Physikstudium an der „University of Western Ontario“ in Kanada ab und kehrt nach Indien zurück. Mit ihrem Fachwissen engagiert sich Shiva in den 1970er Jahren unter anderem in der ersten indischen Umweltvereinigung.

Vandana Shiva versucht die mit internationalen Wirtschaftsorganisationen und staatlichen Stellen wenig vertrauten Einheimischen vor Bevormundung zu schützen. Aus ökologischer Perspektive spielen Frauen, insbesondere beim Kampf um Biodiversität und gegen Biopatente, eine entscheidende Rolle. Shiva kritisiert, dass Frauen und Natur durch die industrielle Revolution auf ihre Rolle als Lieferanten von menschlichem und natürlichem Rohmaterial reduziert worden seien. 1982 gründet sie – in dem ehemaligen Kuhstall ihrer Mutter – das unabhängige Institut „The Research Foundation for Science Technology and Ecology“ in Dehradun, das sie heute noch leitet. Ihre Umwelt- und Sozialstudien entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und sozialen Organisationen und zeugen von Unabhängigkeit und Professionalität. Neben ihrem sozialen Engagement berät sie auch die Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen und ist Vorstandsmitglied im Weltzukunftsrat.

Ihr Einsatz für selbstbestimmte Entwicklungswege, der als indische Graswurzel-Initiative begann, führt sie in internationale Industrie- und Handelskreise. Heute gilt Vandana Shiva als eine der wichtigsten globalen Aktivisten für Biodiversität und ökologische Landwirtschaft. Als Globalisierungskritikerin spielt sie im Kampf gegen Gentechnik eine zentrale Rolle. Das Leben ist in seiner ganzen Verschiedenheit und Andersartigkeit für Shiva ein zu schützendes Gut. Im Jahr 1991 gründet sie deshalb die nationale Bewegung „Navdanya“, die sich dem Schutz der Biodiversität und dem pluralistischen Lebensformen widmet. Erfolgreich bekämpft sie die Biopiraterie großer Konzerne für Saatgut und unterstützt internationale Kampagnen gegen genetisch veränderte Lebensmittel. 1993 wird ihr der alternative Nobelpreis für ihre Arbeit verliehen. Neben all ihren internationalen Erfolgen und Preisen vergisst sie jedoch nicht die eigentlichen Ziele aus den Augen. Ihre ganze Arbeit zielt auf ein harmonisches Leben aller Lebewesen mit der Umwelt ab, dazu gehört der Respekt untereinander und die Beibehaltung der eigenen Souveränität. Sie beruft sich auf die universelle Gültigkeit ökologischer Naturgesetze und stellt die Gültigkeit internationaler Handelsabkommen prinzipiell in Frage. Der zentralisierten Macht der Konzerne setzt sie dezentrale Strukturen auf Basis friedlicher Koexistenz entgegen und baut auf die Werte des Mitgefühls, der gegenseitigen Hilfe und des Teilens.

 

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